Erweiterung GWR

Gemäss der Verordnung über das eidgenössische Gebäude- und Wohnungsregister (VGWR, SR 431.841), müssen bis zum 31. Dezember 2020 alle Gebäude, unabhängig ihrer Nutzung, im eidg. GWR registriert sein. Mit dem Projekt Erweiterung GWR werden alle noch fehlenden Gebäude ohne Wohnnutzung ins GWR übernommen.

Für die Durchführung dieses Projekts arbeitet das BFS zusammen mit den Kantonen, hauptsächlich den Vermessungsämtern. In jedem Kanton gibt es eine verantwortliche Stelle für die Erweiterung des GWR. Diese kantonale Dienststelle ist verantwortlich für die Umsetzung innerhalb ihres Kantons, bis die gesetzten Ziele erreicht sind.

Was soll bis wann gemacht werden

Bis am 31. Dezember 2020 werden alle Gebäude im GWR geführt (Art. 20 VGWR).

Ziele

  • Positionierung des GWR als umfassendes Referenzinformationssystem zu den Bauprojekten, Gebäuden und Wohnungen.
  • Eindeutige Identifizierung aller Haupteinheiten (Bauprojekt, Gebäude, Gebäudeeingang, Wohnung und Strasse) durch Identifikatoren.
  • Harmonisierung der Gebäudedaten basierend auf der gleichen Definition (GWR, Bauverwaltung und amtliche Vermessung).
  • Standardisierung der GWR-Daten für einen effizienten Datenzugriff und den elektronischen Datenaustausch ohne Medienbruch.

Nutzen

  • Senkung der Kosten für Wirtschaft und Staat durch Bereitstellung eines vollständigen, aktuellen und kohärenten Gebäudeinformationssystems, das über Dienste in standardisierter Form zugänglich ist.
  • Bereitstellung einer präzisen Geolokalisierung aller Gebäude und Eingänge, so dass Rettungsdienste im Notfall schneller vor Ort sein können.
  • Definition klarer, in den Verwaltungsverfahren verwurzelter Aktualisierungsprozesse zur Sicherstellung einer optimalen Datenqualität.
  • Grundlage für die Bereitstellung und Nachführung des amtlichen Verzeichnis der Strassen und Gebäudeadressen als kostenlose Referenzdatensätze für die Harmonisierung der Adressdaten in der Schweiz.
  • Referenzinstrument für politische Entscheidungen oder Überwachung in den Bereichen Energiepolitik, Raumplanung, Gefahrenanalyse, Überwachung der Nahrungskette usw.
  • Zentrale Referenzkomponente des E-Government, die es insbesondere ermöglicht, die Änderung von Wohnsitzmeldungen durch die einheitliche Dateneingabe für Einwohner, Unternehmen und Institutionen zu vereinfachen (Digitalisierung und Einmalprinzip).
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